News_Archive - Pro Finanzvermittlung - Frank Hölzemann - 57518 Betzdorf
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Grundstückspreise im Westerwald stagnieren

Statistik: Vermessungs- und Kastasteramt liefert Daten für Statistik – 2011 im AK-Land rund 106 Millionen Euro umgesetzt

 

Der demografische Wandel schlägt sich auch auf dem Grundstücksmarkt des Kreises Altenkirchen nieder. Das geht aus dem Landesgrundstücksmarktbericht 2013 hervor, den der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz vorgestellt hat. Der Bericht bestätigt, dass landesweit vor allem junge Menschen in die Ballungszentren abwandern. Die Folge: Die Nachfrage nach Immobilien im ländlichen Raum lässt nach. Davon sind besonders unbebaute Grundstücke betroffen. Eine Steigerung ist jedoch zu beobachten bei bebauten Grundstücken. Dies kommt den Zielen des Landesentwicklungsprogramms (LEP) IV entgegen. Ferner: Das Preisniveau bebauter Grundstücke im ländlichen Raum in den vergangenen Jahren ist rückläufig, in Ballungszentren dagegen steigend. Grundlage für den Landesgrundstücksmarktbericht  Rheinland-Pfalz 2013 sind jegliche Kaufbewegungen, die über Notare mitgeteilt werden. Allein im Kreis Altenkirchen wertete das Vermessungs- und Kastasteramt im Jahr 2011 exakt 1952 Kaufverträge mit einem Gesamtumsatz von rund 106 Millionen Euro aus. Im Vergleich zu 2010 stieg die Zahl der Kauffälle damit um 4 Prozent, der Umsatz indes nahm um 8 Prozent ab.

Der Grundstücksmarktbericht ist aber nicht nur ein Instrument, um Preise zu beobachten, sondern auch, um Schlussfolgerungen aus dem Zusammenspiel von Infrastruktur und Kauftätigkeiten zu ziehen. So ist zum Beispiel im Bereich des ICE-Bahnhofs in der Westerwälder Kreisstadt Montabaur eine Stabilität und sogar eine Preissteigerung der Grundstücke im Vergleich zu anderen Regionen des Westerwaldes erkennbar. Infrastrukturprojekte wie Straßen-, Zug- oder Fluganbindungen wirken sich häufig auf den Grundstückspreis aus. Im ländlich geprägten Westerwald ist eine aus der Finanzkrise erwachsene Flucht in Sachwerte erkennbar. Immerhin sind aber auch dort die Häuser gefragt, die Qualität mitbringen und nicht erst langwierig saniert werden müssen. Die Anzahl der Kauffälle bebauter Grundstücke stieg bist auf kleinere Dellen seit dem Jahr 2000 kontinuierlich an. Bei den Bodenpreisen indes ist seit 2007 eine gewisse Stagnation zu erkennen. Ziel des Grundstücksmarktberichtes ist es, eine Transparenz zu schaffen, die dem Bürger von Nutzen sein kann. Sei es bei der Bewertung seines eigenen Grundstücks und einer damit verbundenen Kaufpreisforderung. Sei es, um herauszufinden, wo kostengünstige Baugrundstücke zu finden sind. Seit September ist der Gutachterausschuss für den Bereich Westerwald-Taunus für die rechtsrheinischen Kreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwald und Rhein-Lahn zuständig.

Kaum Vertrauen in Altersvorsorge

Studie Immer mehr setzen auf Immobilien

 

Angesichts der Euro-Krise misstrauen immer mehr Deutsche der privaten Altersvorsorge durch Riester-Renten oder Lebensversicherungen. Stattdessen kaufen viele beruftätige Menschen Häuser und Wohnungen oder hoffen auf Erbschaften. Das hat eine Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach ergeben. Gleichzeitig treibt die Angst vor einer zu niedrigen Rente mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) um. Und trotzdem wollen nur 42 Prozent der Berufstätigen ihre Altersvorsorgung ausbauen. Das ist ein Negativrekord in der zum zehnten mal seit 2003 vorgenommenen repräsentativen Befragung „Altersvorsorge in Deutschland“, an der 1642 Bundesbürger über 16 teilnahmen. „Alarmierend ist, dass die Bereitschaft zur privaten Altersvorsorge immer weiter sinkt“, sagte ein Banker Vorstand in Berlin, wo auch der erste Demografiegipfel  der Bundesregierung stattfand. Obwohl viele Menschen wissen, dass die Rente niedrig ist, steht fest: „Es wird in der Summe zu wenig getan.“ das ist seiner Meinung nach auch keine kurzfristige Erscheinung, sondern ein längerfristiger Trend. Ein Beispiel dafür ist das gesunkene Ansehen der staatlich geförderten Riester-Rente, die nur noch 24 Prozent der Deutschen für die ideale Form der Alterssicherung halten. Vor fünf Jahren waren es noch 31 Prozent. Ihr Schicksal teilt die Riester-Rente mit anderen Finanzanlagen, deren Verkauf ebenfalls stagniert.

Rückläufig sind der Studie zufolge die monatlichen Ausgaben für die private Absicherung: Investierten die Bundesbürger 2005 noch im Schnitt 204 Euro im Monat, sind es inzwischen nur noch 185 Euro – ein Minus von fast 10 Prozent. Gefragt sind dagegen Immobilien. Fast jeder Dritte, der seine Altersvorsorge noch ausbauen will, plant den Bau oder Kauf eines Eigenheims. Das ist gut ein Viertel mehr als vor zehn Jahren. Besonders stark legten vermietete Häuser und Wohnungen zu. Meyer warnte aber davor, alles Geld auf die eine Karte Immobilienkauf zu setzen. „Die Streuung von Anlageformen ist immer der bessere Weg.“

Ein gutes Viertel der Berufstätigen setzt auf die liebe Verwandtschaft. Noch nie zuvor in der zehnjährigen Umfragereihe spielten Erbschaften eine so große Rolle für die Alterssicherung wie jetzt.

Deutsche flüchten sich in "Betongold"

Immobiliewerte steigen weiter

Deutsche flüchten sich in "Betongold"

Die Preise für Eigentumswohnungen in Deutschlands Metropolen haben zuletzt kräftig angezogen. Trotzdem sieht das IW-Institut keine Gefahr für eine Immobilienblase. Eine Ausnahme gibt es aber: Berlin.

Trotz deutlich anziehender Preise in vielen Großstädten sieht das IW-Institut bundesweit keine Überhitzungsgefahr. "Am deutschen Immobilienmarkt baut sich derzeit keine spekulative Blase auf", sagte der Leiter des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Michael Hüther. Denn die höheren Kosten seien vielmehr Ausdruck großer Nachfrage und ein Zeichen für die Attraktivität von Ballungsgebieten. "Bedenken, es könnte sich wie in den USA, Irland oder Spanien eine Preisblase bilden, sind unberechtigt", betonte das IW.

München ist am teuersten

Deutschlandweit stiegen die Preise für Eigentumswohnungen zwischen 2003 und 2011 dem IW zufolge um rund 10,5 Prozent. In der gleichen Zeit kletterten sie in Hamburg allerdings um 31 Prozent und in Berlin sogar um 39 Prozent. Vor allem in Ballungsgebieten steigen die Werte von Wohnungen und Häusern nahezu stetig und dürften laut IW vorerst weiter nach oben gehen. Am teuersten ist München - dort kostet eine Eigentumswohnung im Durchschnitt gut 4200 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgen Hamburg (3100 Euro) und Frankfurt (2900 Euro), deutlich günstiger ist Berlin mit 2200 Euro im Schnitt.

Seit der Verschärfung der Schuldenkrise flüchten immer mehr Deutsche in "Betongold" und investieren in Immobilien, da wegen der rekordniedrigen Zinsen Geldanlagen unattraktiver geworden sind. Dies macht Immobilien teurer. "Seit 2010 liegen die Preissteigerungen mit bis zu 4,5 Prozent sogar deutlich über der Inflationsrate", sagte Hüther. Im vorigen Jahr habe es den größten Anstieg gegeben. Zeichen für eine Blase wären laut IW, wenn die Kaufpreise über längere Zeit schneller steigen als die Mieten. Dies sei mit Ausnahme von München und Hamburg aber nicht der Fall, die Entwicklung der Mieten halte im Allgemeinen Schritt. In beiden Großstädte hätten die Kaufpreise zwar stärker zugelegt, aber im internationalen Vergleich noch maßvoll.

Kredite bleiben erschwinglich

Gegen eine Blase spricht laut IW auch, dass die Kredite zum Kauf einer Wohnung trotz historisch niedriger Zinsen nur minimal gestiegen seien. Zudem stünde die traditionelle Finanzierung in Deutschland mit einem hohen Eigenkapitalanteil einer Überhitzung entgegen. Damit würde ein Preisverfall - ganz anders als 2007/08 in den USA, Spanien und Irland - auch keine allzu große Gefahr für die gesamte Wirtschaft, sagte Hüther. Damals zog der Einbruch am Immobilienmarkt noch eine Verschuldung der Bürger mit massiven Zahlungsausfällen nach sich. Es folgten Bankenkrise, Finanzkrise und Rezession.

Von einem solchen Szenario ist Deutschland nach IW-Ansicht aber weit entfernt. Vor ein paar Jahren habe bei Investoren im Vordergrund gestanden, eine Wohnung nach zwei, drei Jahren gewinnbringend zu verkaufen, sagte IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. Dies sei derzeit nicht der Fall. "Deshalb sehe ich wenig Gefahren, dass wir in eine Überhitzung hineinkommen."

Eine Ausnahme stellt Berlin dar. Denn in der Hauptstadt habe sich die Zahl der zum Verkauf stehenden Objekte seit 2007 um 60 Prozent erhöht. In Hamburg, München, Köln und Frankfurt hingegen sank sie - in diesen Städten spiegeln höhere Preise damit auch das knappere Angebot wieder. Für Berlin machen die IW-Forscher eine leichte Überhitzungstendenz aus, da etwa die sogenannte Wiederverkaufsrate von Immobilien gestiegen ist.