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Grundstückspreise im Westerwald stagnieren

Statistik: Vermessungs- und Kastasteramt liefert Daten für Statistik – 2011 im AK-Land rund 106 Millionen Euro umgesetzt

 

Der demografische Wandel schlägt sich auch auf dem Grundstücksmarkt des Kreises Altenkirchen nieder. Das geht aus dem Landesgrundstücksmarktbericht 2013 hervor, den der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz vorgestellt hat. Der Bericht bestätigt, dass landesweit vor allem junge Menschen in die Ballungszentren abwandern. Die Folge: Die Nachfrage nach Immobilien im ländlichen Raum lässt nach. Davon sind besonders unbebaute Grundstücke betroffen. Eine Steigerung ist jedoch zu beobachten bei bebauten Grundstücken. Dies kommt den Zielen des Landesentwicklungsprogramms (LEP) IV entgegen. Ferner: Das Preisniveau bebauter Grundstücke im ländlichen Raum in den vergangenen Jahren ist rückläufig, in Ballungszentren dagegen steigend. Grundlage für den Landesgrundstücksmarktbericht  Rheinland-Pfalz 2013 sind jegliche Kaufbewegungen, die über Notare mitgeteilt werden. Allein im Kreis Altenkirchen wertete das Vermessungs- und Kastasteramt im Jahr 2011 exakt 1952 Kaufverträge mit einem Gesamtumsatz von rund 106 Millionen Euro aus. Im Vergleich zu 2010 stieg die Zahl der Kauffälle damit um 4 Prozent, der Umsatz indes nahm um 8 Prozent ab.

Der Grundstücksmarktbericht ist aber nicht nur ein Instrument, um Preise zu beobachten, sondern auch, um Schlussfolgerungen aus dem Zusammenspiel von Infrastruktur und Kauftätigkeiten zu ziehen. So ist zum Beispiel im Bereich des ICE-Bahnhofs in der Westerwälder Kreisstadt Montabaur eine Stabilität und sogar eine Preissteigerung der Grundstücke im Vergleich zu anderen Regionen des Westerwaldes erkennbar. Infrastrukturprojekte wie Straßen-, Zug- oder Fluganbindungen wirken sich häufig auf den Grundstückspreis aus. Im ländlich geprägten Westerwald ist eine aus der Finanzkrise erwachsene Flucht in Sachwerte erkennbar. Immerhin sind aber auch dort die Häuser gefragt, die Qualität mitbringen und nicht erst langwierig saniert werden müssen. Die Anzahl der Kauffälle bebauter Grundstücke stieg bist auf kleinere Dellen seit dem Jahr 2000 kontinuierlich an. Bei den Bodenpreisen indes ist seit 2007 eine gewisse Stagnation zu erkennen. Ziel des Grundstücksmarktberichtes ist es, eine Transparenz zu schaffen, die dem Bürger von Nutzen sein kann. Sei es bei der Bewertung seines eigenen Grundstücks und einer damit verbundenen Kaufpreisforderung. Sei es, um herauszufinden, wo kostengünstige Baugrundstücke zu finden sind. Seit September ist der Gutachterausschuss für den Bereich Westerwald-Taunus für die rechtsrheinischen Kreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwald und Rhein-Lahn zuständig.